Jul 17, 2013

Wolf an der Nordseeküste

 

Ich habe vorhin einen sehr tollen Bericht gelesen, den wollte ich euch nicht vorenthalten. Der Wolf breitet sich so langsam aber sicher aus. Das ist doch mal ne gute Nachricht.

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11.7.2013 – Kiel: Nun ist es amtlich: Vor knapp zwei Monaten hat ein Wolf imKreis Dithmarschen etwa 30 Kilometer entfernt vom Nordseebad St. Peter-Ording zwei Schafe gerissen. Das Senckenberg Forschungsinstitut für Wildtiergenetik in Gelnhausen hatte dazugenetische Untersuchungen an Abstrichen vorgenommen, die zuvor an den gerissenen Schafen entnommen worden waren. Die Risse von Kleve und Linden im Kreis Dithmarschen konnten so eindeutig einem Wolf zugeordnet werden. Der Wolfbetreuer Jens Matzenvom Freundeskreis freilebender Wölfe bezeichnete diesen C1-Nachweis als „Sensation“, da der „Tatort“ sehr weit im Westen in einem eher waldarmen Gebiet liegt.

Risse in Aukrug von einem Hund

Ebenfalls Mitte Mai waren auch im Aukrug (Kreis Rendsburg-Eckernförde)mehrere Schafe gerissen worden. In diesem Fall – so die Erkenntnisse aus den DNA-Untersuchungen – war der Angreifer aber ein wildernder Hund gewesen.
Erst im April war ein Wolf auf der A 1 im Kreis Stormarn überfahrenworden (Meldung). In Dänemark sind mittlerweile drei Tierenachgewiesen, ein weiterer männlicher Wolf war im November 2012 tot aufgefunden worden. Fachleute gehen davon aus, dass diese Tiere über Schleswig-Holstein nach Dänemark eingewandert sind. Zwei der Tiere – darunter der Totfund – stammten aus dem Milkeler Rudel in der sächsischen Lausitz, die beiden anderen aus Polen.

Seit 2007 Streifgebiet für Wölfe – keine Rudel

In Schleswig-Holstein galt der Wolf seit 1810 als ausgestorben. Knapp 200 Jahre später im April 2007 tauchte er im nördlichsten Bundesland wieder auf, als Opfer eines Autounfalls. Erst fünf Jahre danach gelang der Nachweis eines lebenden Wolfes in Schleswig-Holstein. Er wurde am 30. Juli 2012 mit Hilfe einer DNA-Untersuchung von Exkrementen bestätigt. Den Verdacht, dass ein Wolf in Dithmarschen seine Kreise ziehen könnte, gab es schon länger. Die ehrenamtlichen Wolfsbetreuer hatten wiederholt Spuren gefunden, die auf einen Wolf hindeuteten. (SKn)

Quellen:
11.7.2013 PM Umweltministerium Schleswig-Holstein Link

http://www.lausitz-wolf.de/index.php?id=1067

 

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